Week 38-44 2020 | Aarhus, DK

[English] Three monitors are not enough

I was always told that the PhD life is pretty chill in the first year or so, but ramps up in terms of stress majorly towards the end of the third year. Well, if my work load increases much from the current state, I fear I will come out of the PhD looking like the Dalai Lama – having lost all my hair and visibly aged to 70-80 years. I’m afraid I won’t achieved inner peace, though.

Jokes aside, I am feeling quite a bit overworked as of right now. I miss traveling, the mountains, meeting my friends in Norway, Scotland, and the US. When I look back on this year so far, I can’t help but feel sad at how many amazing travel plans I had laid out meticulously only for them to fall apart. But, I digress. After all, I am still in a more than favourable position in these trying times seeing how I enjoy a stable employment position in a well-developed country. The next two weeks will be stressful because I have a lot of teaching to do, but I plan to take a Friday or Monday off as soon as this period is over.

Speaking of teaching, this activity has really racked up in the last few weeks with me preparing teaching material, assisting in teaching, and grading assignments for a course on statistical and geospatial modelling with my immediate supervisor. I thoroughly enjoy working with him and feel like we share a common approach to student learning. Additionally, I am seeing some avenues for improvement of both the course at hand as well as my teaching in the future. I guess I am learning just as much as the students, just about different things. On a more somber note, I have to admit that I am growing increasingly disillusioned by the Scandinavian education and university system in that many of our students are much less self-reliant and personally resilient than I would expect and than I have experienced at Universities in Germany and across the United Kingdom. Nevertheless, there is a student in our course whom I deem to have great potential and I have pitched a M.Sc. thesis to them. Here’s to hoping they will take me up on it!

As far as my research is concerned, I have further finalised my KrigR project with Richard Davy. We have even been approached by a group of researchers whom we were recommended to via a third researcher and are now involved in their research as method and data providers/consultants. It feels very good to have this kind of impact and acknowledgement of ones work and I am deeply happy about it. In fact, KrigR has made such big waves in the biogegraphic landscape that I am going to host a three-hour workshop on it next Thursday. I’m both excited and anxious about it. Moving away from climate data, my first interaction networks are compiled! They still need fine-tuning and I couldn’t have done it without the help of a colleague from Australia who let me use her methods and code for this! I’m majorly excited, however. Now, I only need time to make sense of the results.

Regarding time, I barely have any. These days, I am teaching, taking courses myself, and trying to do research at the same time while juggling some organisational responsibilities. All my screens at work are filled with different applications at all times and keeping an overview of what’s happening on which of them is becoming increasingly challenging.

So, in conclusion, three monitors is not enough and neither is just one brain.

[German] Drei Monitore sind nicht genug

Mir wurde immer gesagt, dass das Doktorandenleben im ersten Jahr oder so ziemlich entspannt ist, aber gegen Ende des dritten Jahres in Bezug auf Stress stark zunimmt. Nun, wenn sich meine Arbeitsbelastung gegenüber dem aktuellen Stand stark erhöht, befürchte ich, dass ich wie der Dalai Lama aus der Promotion herauskomme – alle Haare verloren und sichtbar um 50 Jahre gealtert. Ich fürchte, ich werde dabei aber keinen inneren Frieden erreichen.

Spaß beiseite, ich fühle mich momentan ziemlich überarbeitet. Ich vermisse Reisen, die Berge, und meine Freunde in Norwegen, Schottland und den USA. Wenn ich auf dieses Jahr zurückblicke, kann ich nicht anders, als traurig darüber zu sein, wie viele gewagte Reisepläne ich akribisch ausgearbeitet hatte, nur damit sie auseinanderfallen. Aber ich schweife ab. Immerhin bin ich in diesen schwierigen Zeiten immer noch in einer mehr als günstigen Position – ich habe eine sicher Arbeitsstelle in einem gut entwickelten Land. Die nächsten zwei Wochen werden stressig sein, weil ich viel zu unterrichten habe, aber ich plane, einen Freitag oder Montag frei zu nehmen, sobald diese Zeit vorbei ist.

Apropos Unterricht: Diese Aktivität hat in den letzten Wochen stark zugenommen, da ich Unterrichtsmaterial vorbereitet, beim Unterrichten geholfen und Aufgaben für einen Kurs über statistische und räumliche Modellierung mit meinem direkten Vorgesetzten bewertet habe. Ich arbeite sehr gerne mit ihm und habe das Gefühl, dass wir einen gemeinsamen Ansatz für das Lernen von Studierenden teilen. Darüber hinaus sehe ich einige Möglichkeiten zur Verbesserung sowohl des Kurses selbst als auch meines zukünftigen Unterrichts. Ich denke, ich lerne genauso viel wie die Studierenden, nur über andere Dinge. Leider muss ich zugeben, dass ich vom skandinavischen Bildungs- und Universitätssystem zunehmend desillusioniert bin, da viele unserer Studenten viel weniger eigenständig und persönlich belastbar sind, als ich erwartet hätte und als ich es an Universitäten in Deutschland und im Vereinigten Königreich erlebt habe. Trotzdem gibt es in unserem Kurs einen Studenten, der meiner Meinung nach ein großes Potenzial hat, und ich habe ihm eine M.Sc. Projektidee vorgeschlagen. Hoffen wir mal, dass er auf mich zurückkommt!

In Bezug auf meine Forschung habe ich mein KrigR-Projekt mit Richard Davy weiter verfeinert. Wir wurden sogar von einer Gruppe von Forschern angesprochen, denen wir über einen dritten Forscher empfohlen wurden, und sind nun als Methoden- und Datenanbieter/Berater in deren Forschung involviert. Es fühlt sich sehr gut an, diese Art von Einfluss und Anerkennung der eigenen Arbeit zu spüren, und ich freue mich zutiefst darüber. Tatsächlich hat KrigR in der biogegrafischen Landschaft so große Wellen geschlagen, dass ich nächsten Donnerstag einen dreistündigen Workshop dazu veranstalten werde. Ich bin sowohl aufgeregt als auch nervös darüber. Abgesehen von den Klimadaten aus KrigR, sind meine ersten Interaktionsnetzwerke zusammengestellt! Sie müssen noch verfeinert werden, und ich hätte es nicht ohne die Hilfe einer Kollegin aus Australien geschafft, die mich ihre Methoden und ihren Code dafür verwenden ließ! Jetzt brauche ich nur noch Zeit, um die Ergebnisse auszuwerten.

In Bezug auf die Zeit habe ich kaum welche. In diesen Tagen unterrichte ich, nehme selbst an Kursen teil und versuche gleichzeitig zu forschen, während ich einige organisatorischen Verantwortlichkeiten jongliere. Alle meine Bildschirme bei der Arbeit sind zu jeder Zeit mit unterschiedlichen Anwendungen gefüllt, und es wird immer schwieriger, einen Überblick darüber zu behalten, was auf welchen von ihnen passiert.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass drei Monitore nicht ausreichen und auch nur ein Gehirn nicht immer das Wahre ist.

Erik Kusch
Erik Kusch
PhD Student

In my research, I focus on statistical approaches to understanding complex processes and patterns in biology using a variety of data banks.

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